Birds of Passage

CO 2018 | 125 MIN | sp.

Regie: Ciro Guerra, Cristina Gallego

Drehbuch: Jacques Toulemonde Vidal, Maria Camila Arias

Kamera: David Gallego

Schnitt: Miguel Schverdfinger

Ton: Leonardo Heiblum

Darsteller:innen: Carmiña Martínez, Natalia Reyes, Jhon Narváez, Greider Meza, José Vicente, José Acosta, Juan Bautista Martínez, Miguel Viera, Sergio Coen, Aslenis Márquez, José Naider, Yanker Díaz, Víctor Montero

In den 1970er-Jahren verschlägt es eine Wayúu-Familie in Kolumbien in den florierenden Drogenhandel, den die Bedürfnisse nordamerikanischer Jugendliche in Fahrt bringen. In der Wüste von Guajira übernimmt eine indigene Familie eine führende Rolle im Handel mit Marihuana und kommt auf den Geschmack von Reichtum und Macht. Atemberaubend erzählt, packend inszeniert, exzellent gespielt und grandios gefilmt.


Einfache Bauern mutieren ohne Vorbereitung zu Geschäftsleuten in einem von außen aufgesetzten System, dessen Spielregeln ihre eigenen durcheinanderbringen. BIRDS OF PASSAGE schenkt den Wayúu Gehör, bietet eine andere Perspektive auf eine vermeintlich bekannte Geschichte. Und er geht ans Grundsätzliche, denn ob wegen Marihuana für Nordwestler in Kolumbien getötet wird oder für das Cobalt der globalen Handyproduktion im Kongo: Von den Opfern vor Ort spricht kaum jemand. «Wir haben die Seele verloren – niemand beschützt uns mehr», erkennt die Mutter am Ende des Films, der dem Mechanismus des Kapitalismus in die Fratze blickt.


«Indigene Mythen und Gebräuche verwoben mit jenen des Godfather-Genres. Raffiniert und spannend.» (Michael Sennhauser, SRF)

Auszeichnungen:
  • Cannes 2018 - Quinzaine des réalisateurs
  • Premio Fenix 2018 - Best Feature Film
  • Los Cabos Film Festival 2018 - Audiance Award

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