Blum - Masters of their own destiny
Regie: Jasmila Žbanic
Drehbuch: Jasmila Žbanic, Zoran Solomun
Kamera: Eldar Emrić
Schnitt: Vladimir Gojun
Darsteller:innen: Emerik Blum, Raif Dizdarevic
Nach Quo Vadis, Aida (2020) macht uns Regisseurin Jasmila Žbanić mit der Geschichte des Unternehmers Emerik Blum bekannt. Der Holocaustüberlebende gründete 1951 im vom Krieg versehrten und wirtschaftlich benachteiligten Bosnien und Herzegowina die Infrastrukturfirma Energoinvest, mit der er bald weltweiten Erfolg erzielte. Doch der Wachstum des Unternehmens war nicht ihm allein zuzuschreiben: Die Arbeiter*innen waren von Anfang an an der Unternehmensführung und den Gewinnen beteiligt. Investiert wurde in Gesundheit, Freizeit, Wohnen, Bildung; Lohn und Posten wurden geschlechtergerecht verteilt. Das Modell wurde zum Musterbeispiel Selbstverwaltung im jugoslawischen Kommunismus. Der Dokumentarfilm schafft durch Interviews, Zeitzeug*innenberichte und Archivmaterial ein Porträt Blums – der Anfang der 1980er Jahre auch zum Bürgermeister Sarajevos gewählt wurde – und seiner Zeit: Von Titos Jugoslawien zwischen Ost und West. Blum kandidiert dieses Jahr für Bosnien um den Oscar. (Bianca Jasmina Rauch)
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