Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden

Ventajas de viajar en tren
FR 2019 | 104 MIN | sp.

Regie: Ane Muñoz, Antton Zabala, Aritz Moreno, Zaira Zanguitu

Drehbuch: Antonio Orejudo, Javier Gullón

Kamera: David Herranz, Iñigo Bach, Javier Agirre Erauso

Schnitt: Paulino F. Ibañez, Raúl López

Musik: Cristóbal Tapia de Veer

Ton: Alazne Ameztoy, Carla Silván, Grégory Vincent, Laure Arto

Darsteller:innen: Alain Yarza Peñas, Alberto Arizaga, Alberto San Juan, Belén Cuesta, Daniel Hovarth, Diego París, Endika González de Belandia Marquina, Ernesto Alterio, Fermín Barberena Belzunce, Francisco Javier Legarra Pravos, Gilbert Melki, Iñake Irastorza, Inge Yarza Peñas, Iñigo Aranburu, Javier Botet, Javier Godino, Jon Ander Alonso, Jöns Pappila, Lilian Caro, Luis Tosar, Macarena García, Maiken Beitia, Manuel Morón, Miguel Ángel Rodríguez, Paco Sagárzazu, Pedro Acinas Blanco, Pilar Castro, Quim Gutiérrez, Ramón Barea, Stéphanie Magnin, Toñi Abello, Xabier Undiano Corta

Die Verlegerin Helga Pato wird während einer Zugfahrt von dem Psychiater Ángel Sanagustin angesprochen. Um die Zugfahrt etwas angenehmer zu gestalten, beginnt er, ihr seine Lebensgeschichte und insbesondere von seinem ungewöhnlichsten Fall zu erzählen: Die Geschichte des Patienten, der Soldat war: Im Krieg begegnete er einer Ärztin, die ein Kinderkrankenhaus unter den widrigsten Umständen erhalten möchte und dabei auf eine zwielichtige Gestalt stößt, die Verstörendes erblickt. Nach dem Matroschka-Prinzip wird Helga Pato in immer tiefere Schichten der Erzählung hineingezogen. Das zufällige Zusammentreffen mit dem Psychiater wird unwiderruflich die Zukunft der Verlegerin als auch die der Figuren aus den Geschichten bestimmen, die in einer Serie von unvorhersehbaren Ereignissen verwickelt sind, die sich Schicht für Schicht ineinander verweben, bis sie einen wahnsinnigen Höhepunkt erreichen.
In bester Tradition surrealistischen Filmemachens ist DIE OBSKUREN GESCHICHTEN EINES ZUGREISENDEN eine schräge, bizarre und bisweilen zutiefst beunruhigende Komödie. Regisseur Aritz Moreno hat einen brillanten atypischen Film geschaffen, in dem die Kunst des Erzählens selbst zur Hauptfigur wird. Der Film schwelgt in den endlosen Möglichkeiten mehrerer Handlungsstränge, die sich nahtlos in die visuelle Energie einfügen, ohne dass sich der Zuschauer darin verliert. Gespickt mit genialen Dialogen und schwarzem Humor ist der Film ein düsteres, aber faszinierendes Delirium voller Obsessionen, Perversionen, Wahnsinn und Raffinesse…

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