Freeride Filmfestival 2022

AT 2022 | 104 MIN | Diverse

Regie: André Costa, Bernhard Braun, Elias Elhardt, Gregor Betschon, Levi Luggen, Loïc Isliker

Die fünf Ski- und Snowboardfilme überzeugen mit stilistischen und künstlerischen Herangehensweisen sowie atemberaubender Action und hintergründigen Einblicken. Alles in allem ist das Programm ein Potpourri an einmaligen Schauplätzen, grandiosen Charakteren und individuellen Produktionen, die auch eine Note Slapstick nicht vermissen lassen.

 

Invisible Ground
Nach tragischen Lawinenunfällen hinterfragen die Profi-Snowboarder Xavier De Le Rue und Elias Elhardt ihre Motivation für das potenziell lebensgefährliche Freeriden, dem sie ihr Leben gewidmet haben. Während mehrerer gemeinsamer Tage in den Bergen erzählen sie von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Risiko im Laufe ihrer Karriere und was es für sie bedeutet, verletzlich zu sein. Invisible Ground stellt unrealistische Vorstellungen von Kontrolle in Frage und erforscht, wie man ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen der Liebe zum Abenteuer und dem fehlgeleiteten Drang, sich zu exponieren, herstellen kann.
 

Luzhba
Auf der Suche nach fluffigem Powder in Sibirien lernt eine Gruppe österreichischer Freunde den 40-jährigen Freeride-Pionier Anton kennen. Der Local erzählt von seinen ersten Ski-Expeditionen in den Bergen vor der schmutzigen Industriestadt Nowokusnezk, in der er geboren wurde. Gemeinsam macht sich die Gruppe nun auf den Weg in die nahegelegene Ski-Station „Luzhba“. Diese Doku unterstreicht auch, dass man unabhängig von den herrschenden Umständen immer dafür kämpfen sollte, seine gewünschte Realität zu leben – diese verändert sich für Anton durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine schlagartig.
 

Gale
Ein Splitboard-Abenteuer an verschiedenen Orten in den Schweizer Alpen als mystisch anmutendes Filmkunstwerk. Die Freestyle-Ästheten Levi Luggen und Gregor Betschon zeigen die verschiedenen Facetten des Tourengehens anhand dynamisch-künstlerischer Aufnahmen. Zusammen mit dem Tonkünstler Andreas Achermann erschaffen sie eine einzigartige Bild- und Klangwelt. Das Werk ist extra für Live-Performances komponiert und wird als Ciné Concert aufgeführt. Die Klänge des Synthesizers – untermalt von lyrischen Texten von Joshua Truscott – nehmen die Zuschauer mit auf eine außergewöhnliche Winterreise.
 

La Forteresse
Les Dents du Midi, die „Zähne des Südens“, heißt eine Bergkette im Schweizer Kanton Wallis, die ihren Namen sieben etwa gleich hohen Gipfeln verdankt. An diesem wunderschönen Ort wollten die beiden niederländischen Freerider Loïc Isliker und Paul de Groot ihre Grenzen neu ausloten und das Couloir „La Forteresse“ bezwingen. Erzählt wird dieses atemberaubende Abenteuer von der Stimme des legendären lokalen Bergführers Jacky Pochon.


Sinner Fields
Es darf gelacht werden! Denn der bayrische Skifahrer Bernhard Braun beweist mit „Sinner Fields“ nicht nur solide Weißbier-Skills, sondern auch bodenständige Englisch-Grundkenntnisse und jede Menge Selbstironie. Dass der einsame Camping-Wolf im Kaunertal nebenbei noch ein paar richtig fette Powder-Tage erwischt, rundet das Bild eines unterhaltsamen Abenteurers perfekt ab. Und er spricht aus, was wir uns alle denken: „Ei laik freeriding a lot“.

Spielzeiten

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