Nur der Wald ist geblieben
Regie: Hans Seebacher, Tobias Hochstöger
Drehbuch: Hans Seebacher, Tobias Hochstöger
Kamera: Hans Seebacher, Richard Bayerl
Schnitt: Christin Veith
Musik: Iva Zabkar
Ton: Lisa Puchner
Darsteller:innen: Shaul Spielmann
Shaul Spielmann, Holocaust-Überlebender, ist der Mittelpunkt dieses essayistischen Blicks auf Erinnerung und auf ein Grauen, dem man nicht gerecht werden kann. Nur der Wald ist geblieben führt in einen oberösterreichischen Wald, einst Teil des improvisierten Konzentrationslagers Gunskirchen.
Der Ort steht unter Denkmalschutz und wird zugleich forstwirtschaftlich genutzt. Im Moos finden sich Stoffreste, Schuhe und Essgeschirr, Splitter eines Lagers, das kaum markiert ist. Und im Boden vermutlich noch tausende Tote. Aktivist:innen des Mauthausen-Komitees erwerben ein kleines Areal, eine Vermessung zeichnet die Lage der Baracken nach. Familienmomente reiben sich an der Landschaft, der Wald erscheint als Gegenüber.
Im letzten Bogen öffnet sich der Film zu Shaul Spielmanns Familie in einem Kibbuz nahe Gaza. Der Blick verschiebt sich vom österreichischen Wald in die Gegenwart. Die Frage nach Zeug:innenschaft, Sichtbarkeit und Würde bleibt und wird universell.
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