Nur der Wald ist geblieben

AT 2025 | 78 MIN | dt.

Regie: Hans Seebacher, Tobias Hochstöger

Drehbuch: Hans Seebacher, Tobias Hochstöger

Kamera: Hans Seebacher, Richard Bayerl

Schnitt: Christin Veith

Musik: Iva Zabkar

Ton: Lisa Puchner

Darsteller:innen: Shaul Spielmann

Shaul Spielmann, Holocaust-Überlebender, ist der Mittelpunkt dieses essayistischen Blicks auf Erinnerung und auf ein Grauen, dem man nicht gerecht werden kann. Nur der Wald ist geblieben führt in einen oberösterreichischen Wald, einst Teil des improvisierten Konzentrationslagers Gunskirchen.

Der Ort steht unter Denkmalschutz und wird zugleich forstwirtschaftlich genutzt. Im Moos finden sich Stoffreste, Schuhe und Essgeschirr, Splitter eines Lagers, das kaum markiert ist. Und im Boden vermutlich noch tausende Tote. Aktivist:innen des Mauthausen-Komitees erwerben ein kleines Areal, eine Vermessung zeichnet die Lage der Baracken nach. Familienmomente reiben sich an der Landschaft, der Wald erscheint als Gegenüber.


Im letzten Bogen öffnet sich der Film zu Shaul Spielmanns Familie in einem Kibbuz nahe Gaza. Der Blick verschiebt sich vom österreichischen Wald in die Gegenwart. Die Frage nach Zeug:innenschaft, Sichtbarkeit und Würde bleibt und wird universell.

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