Pandoras Vermächtnis

AT 2024 | 89 MIN | dt.

Regie: Angela Christlieb

Schnitt: Angela Christlieb, Sebastian Schreiner

Musik: Daniel Pabst, Martin Siewert

Ton: Chris Janka, Daniel Pabst, Georg Tomandl, Martin Siewert, Mathias Edelmann, Thong Zang, Wolf-Maximilian Liebich

Darsteller:innen: Daniel Pabst, Marion Pabst, Ben Pabst, Heidi Pabst, Karsten de Riese, Anton Fürst, Chris Janka

Georg Wilhelm Pabst zählt neben Fritz Lang und Friedrich Wilhelm Murnau zu den „großen Drei“ des frühen Kinos. Seine Filme stellen traditionelle Werte in Frage und zeigen Männerbilder und Frauenbilder in radikalem Wandel. Sie präsentieren ein breites Spektrum neuer ‚Frauentypen’, das gegen reaktionäre Rollenfestlegungen konzipiert ist.

 

GW Pabsts private und künstlerische Partnerin auf diesem Weg ist Trude Pabst. Auf tausenden losen Seiten schrieb sie ihre Träume, Gedanken und Erlebnisse auf, die in diesem Film erstmals mit einem Publikum geteilt werden. Trude und Georg Wilhelm verbindet eine tiefe und außergewöhnliche Liebe. Doch als Familienvater ist GW ein Patriarch, der über den Lebensweg seiner Frau radikal bestimmen will. Der Briefwechsel zwischen ihnen und Trudes Tagebuch, das im Film erstmals öffentlich gemacht wird, erlaubt einen tiefen und persönlichen Einblick. In den Briefen spürt man die Normkollisionen der 1920er Jahre, die sich in GW Pabsts Filmen und der Beziehung des Paares spiegeln: Ein Spannungsfeld aus inniger Seelenverwandtschaft, Konflikten um Elternschaft, Körperbilder und Erotik, Macht und Ohnmacht, Chauvinismus und der Auflehnung dagegen.

 

PANDORAS VERMÄCHTNIS schlägt die Brücke über 100 Jahre hinweg mit dem Heute: Die Enkelkinder von GW und Trude Pabst – Marion, Schmetterlingszüchterin und radikale Umweltaktivistin, Daniel, Kunstsammler und Komponist, und Ben, Dinosaurierforscher, kämpfen mit dem emotionalen Erbe der Großeltern zu Geschlecht, Macht und Liebe. Ihre Erzählungen verschmelzen mit Filmausschnitten, der Stimme vonTrude Pabst, Tagebuchtexten, metaphorischen Bildern und surrealen Landschaften.

 

PANDORAS VERMÄCHTNIS ist eine traumwandlerische Reise durch das Universum der Familie Pabst, visuell vielschichtig und mit Sogwirkung erzählt, zwischen Wien, Berlin, Paris und Hollywood. Ein Film über Träume, Traumata und darüber, warum wir sind, wer wir sind.

Spielzeiten

Aktuell sind leider keine Vorstellungen geplant.

Join the club.

Jetzt Mitglied werden & Vorteile genießen