Paneldiskussion (Weibliche) Arbeit und Arbeitslosigkeit - künstlerische und wissenschaftliche Perspektiven
Darsteller:innen: Hannah Quinz, Paulus Wagner, Seher Sanduvac
Die Soziologin Hannah Quinz (Universität Wien), der Politikwissenschaftler und Soziologe Paulus Wagner (European University Institute) und die Referentin für Frauen- und Gleichstellungspolitik der AK OÖ Seher Sanduvac diskutieren mit Bianca J. Rauch und Barbara Wolfram über die verschiedenen soziologischen wie politischen Aspekte von Arbeit, Arbeitsmigration sowie Care-Arbeit von Frauen und stellen die Frage, inwiefern künstlerische Repräsentation wichtig ist.
Hannah Quinz ist Universitätsassistentin und Doktorandin am Institut für Soziologie der Universität Wien. Sie forscht zu den Themen soziale Ungleichheit, Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik. In ihrer Forschungsarbeit beschäftigt sie sich vor allem mit Fragen von Anerkennung in und durch (Erwerbs-)Arbeit im Rahmen einer Arbeitsplatzgarantie für langzeitbeschäftigungslose Menschen. Sie ist beim Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM) engagiert und Mitherausgeberin eines Sammelbandes zum Thema Jobgarantie, der im Juni 2024 erscheinen wird.
Seher Sanduvac ist Sozialwirtin und Referentin für Frauen- und Gleichstellungspolitik in der Arbeiterkammer Oberösterreich. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind unter anderem Vereinbarkeit von Familie & Beruf, institutionelle Kinderbildung- und -betreuung, Oö. Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz und Oö. Elternbeitragsverordnung. Sie hält Vorträge und Workshops zu frauenpolitischen Themen und berät Eltern rund um das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Paulus Wagner ist Postdoktorand in Politik- und Sozialwissenschaft am Europäischen Hochschulinstitut und Co-Projektleitung des künstlerisch-wissenschaftlichen Projekts “Building Bridges” an der Filmakademie Wien/ mdw. In seiner Promotion forschte er zum Thema des „Wohlfahrtschauvinismus“ in Kontext rechtspopulistischer Politik. Durch 150 biografische Interviews, hauptteils mit manuellen Arbeiter*innen in Österreich und Deutschland, analysiert er, wie Arbeitserfahrungen und Erfahrungen mit dem Sozialstaat auf Solidaritätsvorstellungen in der Gesellschaft rückwirken und allem voran die Bereitschaft prägen, andere Gruppen als die eigene ins wohlfahrtsstaatliche System zu inkludieren.
Eine feministische Perspektive ist dabei von großer Bedeutung: nicht nur sind Erfahrungen mit dem Sozialstaat (z.B. mit dem Pensionssystem) von gegenderten Erwerbsbiographien geprägt, sondern es unterscheiden sich auch insbesondere die normativ-politischen Interpretationen, die Frauen im Arbeiter*innenmilieu aus diesen Erfahrungen ziehen.
Join the club.
Jetzt Mitglied
werden & Vorteile genießen