Robolove

AT 2019 | 79 MIN | engl.

Regie: Maria Arlamovsky

Drehbuch: Maria Arlamovsky

Schnitt: Alexander Gugitscher, Emily Artmann

Musik: Andreas Hamza, Boris Hauf

Ton: Andreas Hamza, Hjalti Bager-Jonathansson, Sergey Martynyuk, Thomas Pötz

Darsteller:innen: Ayanna Howard, Bruce Duncan, Hiroshi Ishiguro, Matt McMullen, Nadia Magnenat-Thalmann, Natasha Vita-More, Takeshi Mita

ROBOLOVE ist ein aufschlussreicher Blick auf eine Reihe von ehrgeizigen Erfindungen der Robotik- und A.I.-Technologie in jüngster Zeit, und auch eine anregende Studie über die oft überraschenden Problemstellungen, wenn die Gesellschaft unerforschtes technologisches Gebiet betritt: Was bedeutet es für Moral, Menschlichkeit, Vielfalt und Identität. Anhand von Robotern, die zunehmend im privaten Raum zu finden sein werden, untersucht der Film gesellschaftliche Entwicklungen an der Schwelle zu einem Zeitalter einer neuen Dienerschaft.
Humanoide Roboter, Androiden und Sexroboter wecken Neugierde, provozieren Ängste und treiben höchst menschliche Machtfantasien an. Aber wofür brauchen wir diese neuen Maschinenwesen? In Maria Arlamovskys ROBOLOVE entdecken wir, dass humanoide Roboter mit all ihren Ähnlichkeiten mehr über unser Menschsein aussagen, als ihre Schöpfer*innen sich vielleicht eingestehen.
Wie kann das Roboterdesign so gestaltet werden, dass es ein breiteres Publikum anspricht? Werden wir 2050 regelmäßig unser Gehirn uploaden? Können Roboter die notwendige Unterstützung für ältere Menschen leisten? Für Kinder? Kann ein Roboter jemals die Empfindsamkeit der menschlichen Berührung ersetzen? Kann ein Roboter überhaupt dem männlichen Blick entkommen?
ROBOLOVE ist ein tiefgründiger anregender Dokumentarfilm mit mehr als einer menschlichen Seite.
„ROBOLOVE ist desillusionierend, obwohl er auf jeden Kommentar verzichtet. Damit nimmt er
den Begriff „Dokumentarfilm“ wieder ernst, der in jüngerer Zeit immer mehr zum
„Kommentarfilm“ verkommen ist." – Frankfurter Allgemeine Zeitung
Special: Freitag, 9. Oktober, 19:30 Uhr: Streaming eines Gesprächs nach dem Film mit Maria Arlamovky (Regisseurin), Laura Wiesböck (Soziologin, Universität Wien und Brigitte Ratzer (TU Wien, Leitung Genderkompetenz). Moderation: Franziska Bechtold (futurezone.at)

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