Zechmeister
Regie: Angela Summereder
Drehbuch: Angela Summereder
Kamera: Hille Sagel
Schnitt: Dörte Völz-Mammarella
Musik: Christian Geerdes, Franz Lehár, Fritz Mikesch, Ursula Weck
Darsteller:innen: Asher Menselssohn, Claudia Schneider, Dietrich Siegel, Herbert Adamec, Karin Herber, Maria Zechmeister, Michael Totz, Rosa Renetzeder-Zeichmeister
„Einen Film anschauen, das soll sein, wie einen Menschen kennenlernen“, vermerkte Angela Summender anlässlich der Premiere ihres ersten Langspielfilms im Jahr 1981. Die Lücken zwischen den Zeilen und die Verfremdungseffekte auf Bild- und Tonebene regen zu eigenen Vermutungen an. Basis für das filmische Werk, das damals mutig herkömmliche Muster österreichischer Produktionen durchkreuzte, bildete ein Gerichtsprozess, der sich 1948 im Innviertel zutrug: Maria Zechmeister soll ihren Ehemann Anton vergiftet haben. Summereder arbeitete sich durch Akten, Gutachten, Aussagen von Zeug*innen, Gerüchte sowie Zeitungsberichte und führte Gespräche mit Zechmeister selbst, um das ungewöhnliche Panorama des Falls filmisch auszubreiten. Dabei geht es nicht nur um Daten und Fakten, sondern auch um feine Nuancen und historische Einschnitte. Denn als Anton 1947 aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrte, hatten sich Lebensrealitäten und psychische Zustände vieler Personen längst verändert. (Bianca Jasmina Rauch)
Neurestaurierung des Filmarchiv Austria.
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